MOHAMMAD SHAHABI

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MOHAMMAD SHAHABI

MOHAMMAD SHAHABI

Mohammad Shahabi Es gibt Musik, die man hört, und es gibt Musik, die einen hört… Eine Gitarre und seine Stimme, mehr braucht Mohammad Shahabi nicht, um die Saiten unserer inneren Musik in Schwingung zu bringen. Es scheint genau dem zu entsprechen, was man hören will, man ist fast erschrocken – so jung, so aufgeregt, so wehmütig, melancholisch und kraftvoll zugleich - ein längst vergangen geglaubtes Lebensgefühl wird hier wieder zum Leben erweckt. Der 37jährige Mohammad Shahabi wuchs im Iran auf. Mit 16 eignete er sich als Autodidakt das Gitarrenspiel an. Zu persischer Dichtung, mit der er aufgewachsen ist und deren Rezitation traditionell rhythmischen und melodischen Gesetzmäßigkeiten folgt, komponierte er nun eigene Stücke. Für diesen Ausbruch aus der Tradition und dem gleichzeitigen Bezug und der tiefen Verneigung vor dieser Überlieferung folgt er Vorbildern wie O-hum, Mohsen Namjoo und Soheil Nafisi. Inspiriert ist er aber auch durch westliche Musiker, wie Damien Rice und Eddie Vedder. Er hat aus der Vermählung westlicher mit persischer Musik zu einem ganz eigenen Stil gefunden. Shahabis außergewöhnliche Musikalität kommt schon allein in seiner Stimme zum Ausdruck: Sie ist eine Wucht - rau und herb, zugleich präzise und filigran modulierend. Vervollständigt wird sie durch das kunstvolle und virtuose Gitarrenspiel. Da stört es auch nicht, wenn man die Texte nicht versteht. Dabei krönen sie die niemals langweiligen Kompositionen und verankern die Musik in der jahrtausendalten persischen Tradition der Dichtung. In der Tat nutzt Shahabi Gedichte von Hafez (1315-1390) Rumi (1207-1273), Khwaju Kermani (1280–1352), sowie von modernen Dichtern, wie Shafiei Kadkani oder Forugh Farrohzad, die weibliche Dichter-Ikone des Iran. Juli 2019

 

Mehr Info: https://mohammadshahabi.com/

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