JUGGER

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JUGGER SPIEL

Jugger ist ein meist noch unbekannter Trendsport der einfach nur Spaß macht. Google mal. Von außen sieht es aus wie eine Mischung aus Gladiatorenkampf und Rugby. Doch wenn du mitspielst wirst du schnell merken: alles nur halb so wild – es ist mehr wie Fechten. Es geht nicht um Kraft und wildes draufhauen, sondern darum flink zu sein und den Gegner mit dem Spielgerät irgendwo leicht anzutippen. Es geht um Geschicklichkeit, Orientierung und Reflexe, um Taktik, Teamgeist und Achtsamkeit, und vor allem um absolute Fairness und Ehrlichkeit.

Zuschauen lohnt sich genauso wie mitmachen.

Wenn du mitmachen möchtest, sei einfach pünktlich da, und lese Folgendes vorher durch:

 

Mein Ziel beim Workshop

ist es, euch einen Einblick in diesen tollen Sport zu geben. Daher geht es in erster Linie darum ein schönes Spiel zustande zu bekommen, nicht darum wer gewinnt. Egos, die Helden spielen wollen, dürfen das gerne in Computerspielen tun und bei Jugger von außen zuschauen. Macht auch Spaß.

 

Das Spiel:

  • Es gibt zwei Mannschaften mit je 5 Spielern, je 1 Läufer und 4 Spieler mit einem Spielgerät
  • Beide Mannschaften stehen sich in 40m Abstand gegenüber und rennen auf ein Signal hin aufeinander los, stoppen jeweils einen Meter vor der Mittellinie und duellieren sich.
  • Ziel ist es, dass der eigene Läufer den in der Mitte liegenden Ball zu fassen bekommt und ihn in den an der gegnerischen Startlinie liegenden Vulkan steckt. Dann ist das Spiel gewonnen. Ein Spiel dauert ca. ein bis fünf Minuten.
  • Wenn jemand von einem Spielgerät getroffen wurde, so muss er für 5 Trommelschläge am Ort des Treffers aussetzen. Dabei kniet er ab und zählt mit einer Hand auf dem Rücken für alle gut sichtbar die fünf Trommelschläge.
  • Der Läufer muss also geschickt den anderen Spielern ausweichen, den Ball schnappen und rennen. Er darf maximal mit dem gegnerischen Läufer ringen, ansonsten ist er wehrlos.
  • Die anderen vier Spieler seiner Mannschaft versuchen stets den Läufer und sich selbst vor Treffern zu schützen. Oberstes Ziel ist, dass der Läufer durchkommt. Dabei muss man sich auch einmal selbst opfern. Daher ist Jugger ein Teamsport und Einzelsport, beides in einem.

 

Die goldene Regel beim Jugger:

„Das was du nicht willst was man dir tue, das füge keinem anderen zu.“ Sei sorgsam zu deinen Mitspielern und den Spielgeräten. Ihr seid Freunde die sich gegenseitig ein spaßvolles Spiel schenken und keine Gegner.

 

 

Die Spiegeräte

Es gibt 5 verschiedene Spielgeräte, aus denen die vier Spieler je Mannschaft wählen können. Sie bestehen innen aus einem dünnwandigen Glasfaserrohr, welches mit Schaumstoff gepolstert ist. Sie heißen alle Pompfen, weil es „Pompf“ macht, wenn man sie aufeinander haut. Es gibt:

  1. Kurzpompfe mit Schild: Ist wie ein kurzes Schwert mit Schild
  2. Langpompfe: fasst sich wie ein langes Schwert an, beide Hände dicht beieinander
  3. Stab: beide Hände fassen in einem Abstand zueinander an, wie bei einer Schaufel
  4. Q-Tipp: ist wie ein überdimensioniertes Wattestäbchen, mit dem man beidseitig spielt.
  5. Kette: Sieht aus wie ein Morgenstern und wird genauso verwendet J

 

Kosten

Ein Spielgerät kostet jeweils zwischen 70 und 90 Euro, oder die Hälfte, wenn man 3-4 Stunden selber bastelt. Egal wie – es steckt nen Haufen Arbeit dahinter. Ich habe für das ganze Set fast 1000 Euro bezahlt und über 30 Stunden dran gesessen. Es wäre schön wenn du das wertschätzt und sorgsam damit umgehst. Insbesondere Q-Tip und Stab können in der Mitte zerbrechen, wenn man es übertreibt, da ich die leichtere Bauweise gewählt habe. Wer mag kann eine 2-3 Euro Spende mitbringen. Damit bezahle ich kleinere Reparaturen und Vollschäden, wenn mich ein Spieler auf den Kosten und der vielen Arbeit sitzen lässt.

 

Eigenverantwortung

Du machst dies auf deine eigene Verantwortung. Inspiziere vorher die Spielgeräte. Sie sind alle aufwendig gebaut und an der Spitze extra weich gepolstert. Ich würde mich von allen Spielgeräten selbst treffen lassen. Dennoch entziehe ich mich jeglicher Haftung, eben auch, weil ich nicht der bin der das Spielgerät führt. Ich würde sagen, die Verletzungsgefahr ist wesentlich geringer als bei echtem Handball. Es ist aber auch nicht Wattebausch-Wettpusten. Es ist wie immer: no risk, no fun.

Glaub mir – du wirst Jugger lieben!

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